ESMA setzt 2027 Aufsichtsschwerpunkt auf KI und Tokenisierung
Die Aufsicht erfasst kundennahe Anwendungen und prüft ausgewählte Unternehmen. Ein separates Resilienzprogramm soll auch Kryptowerte-Dienstleister breiter abdecken.
ESMA setzt 2027 Aufsichtsschwerpunkt auf KI und Tokenisierung
Das Wichtigste
- Der neue Aufsichtsschwerpunkt der ESMA für 2027 untersucht, wie beaufsichtigte Unternehmen KI und Tokenisierung in Tätigkeiten einsetzen, die Kunden direkt betreffen. Erste Prüfungen erfassen eine Auswahl der am stärksten betroffenen Unternehmen.
- Ein separates Programm zur Cyberresilienz wird fortgeführt. Für 2027 ist eine breitere Abdeckung geplant, darunter kleinere beaufsichtigte Unternehmen und Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen.
Einzelheiten
Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde gab am 23. September bekannt, dass digitale Innovation ab 2027 zu einer strategischen Aufsichtspriorität der Union wird. ESMA und die nationalen Behörden werden sich zunächst auf künstliche Intelligenz und Tokenisierung konzentrieren und zugleich die für deren Beaufsichtigung erforderliche Fachkompetenz aufbauen.
Das zugehörige Faktenblatt beschreibt die ersten praktischen Schritte: Erfasst werden soll, wie Unternehmen diese Technologien aktuell und künftig in Produkten und Prozessen einsetzen, die direkte Auswirkungen auf Kunden haben und über reine Backoffice-Funktionen hinausgehen. Die Aufsichtsbehörden werden außerdem Anwendungsfälle austauschen, Bereiche mit zunehmender Tokenisierung identifizieren und erste Prüfungen bei einer Auswahl der am stärksten betroffenen Unternehmen durchführen.
ESMA nennt Risiken wie verzerrte oder irreführende KI-Ausgaben, komplexere Produkte und die Abhängigkeit von einer begrenzten Zahl externer Anbieter. Die Priorität soll Innovation unterstützen und zugleich die Aufsichtsbereitschaft sowie den Schutz der Kunden verbessern.
Parallel dazu wird der 2025 gestartete Schwerpunkt zu Cyber- und operationeller Resilienz fortgeführt. Der separate Arbeitsplan für 2027 sieht eine breitere Aufsichtsabdeckung vor, darunter kleinere Unternehmen und Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen, sowie einen stärkeren Einsatz von Instrumenten wie Vor-Ort-Prüfungen. Entsprechende gemeinsame Aufsichtsmaßnahmen sollen die Abdeckung ebenfalls ausweiten. Dies gehört zur laufenden Aufsicht über Anforderungen an die digitale operationelle Resilienz und ist von den ersten Prüfungen zu KI und Tokenisierung zu unterscheiden.
Marktanalyse
Die beiden Programme behandeln unterschiedliche Fragen. Die Innovationsarbeit untersucht, wie neue Technologien Kunden beeinflussen, während die Resilienzaufsicht prüft, ob Unternehmen Technologierisiken und Störungen bewältigen können. Der Einsatz von Tokenisierung kann daher aus unterschiedlichen Gründen für beide Bereiche relevant sein.
Für Leser, die tokenisierte Produkte bewerten, signalisiert die Ankündigung eine stärkere Aufmerksamkeit der Aufsicht und keine Produktzulassung. Der veröffentlichte Plan nennt nicht, welche Unternehmen den ersten Innovationsprüfungen unterzogen werden. Die nächsten wichtigen Erkenntnisse werden Umfang und Ergebnisse der Arbeiten im Jahr 2027 liefern, einschließlich der Frage, wie nationale Aufsichtsbehörden diese Prioritäten in die Praxis umsetzen.
Quellen
- ESMA-Mitteilung vom 23. September 2026.
- Faktenblatt der ESMA zu den Aufsichtsprioritäten, Seiten 1–5.
Quellen geprüft am 24. September 2026. Dieser Bericht und seine redaktionelle Illustration wurden mit Unterstützung von KI erstellt. Nur zu Informationszwecken; keine Anlageberatung.
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