Fed bittet um Stellungnahmen zu zwei Stablecoin-Vorschlägen zum GENIUS Act
Die Fed schlägt Regeln zu Reserven, Kapital und Anträgen für beaufsichtigte Zahlungs-Stablecoins vor. Kommentare sind bis 60 Tage nach der Veröffentlichung im Federal Register möglich.
Fed bittet um Stellungnahmen zu zwei Stablecoin-Vorschlägen zum GENIUS Act
Das Wichtigste
- Die US-Notenbank bittet um öffentliche Stellungnahmen zu zwei vorgeschlagenen Regelwerken für Emittenten von Zahlungs-Stablecoins, die sie nach dem GENIUS Act beaufsichtigt.
- Ein Vorschlag betrifft Reservevermögen, Kapital, Risikomanagement, Verwahrung und damit verbundene Bankaktivitäten. Der andere legt ein Antragsverfahren für beaufsichtigte Banken fest, die Stablecoins über Tochtergesellschaften ausgeben wollen.
- Die Vorschläge sind noch keine endgültigen Regeln. Die Stellungnahmefrist endet 60 Tage nach der Veröffentlichung im Federal Register.
Einzelheiten
Am 24. September eröffnete das Board of Governors der Federal Reserve die öffentliche Kommentierungsphase zu zwei Vorschlägen, mit denen Teile des GENIUS Act für von der Fed beaufsichtigte Emittenten von Zahlungs-Stablecoins umgesetzt werden sollen.
Der erste Vorschlag würde eine vollständige Deckung durch zulässige Reservevermögen verlangen, darunter kurzfristige US-Schatzwechsel und bestimmte andere hochwertige liquide Vermögenswerte. Er würde außerdem einheitliche Kapitalanforderungen für Kredit- und operationelle Risiken, Standards für das Risikomanagement und Vorgaben für Unternehmen festlegen, die Deckungsvermögen verwahren. Zudem soll geklärt werden, welche Stablecoin-bezogenen Tätigkeiten beaufsichtigte Banken ausüben dürfen.
Der zweite Vorschlag betrifft das Verfahren, mit dem eine vom Board beaufsichtigte Bank die Ausgabe von Zahlungs-Stablecoins über eine Tochtergesellschaft beantragen könnte. Antragsteller müssten unter anderem einen Geschäftsplan und Finanzinformationen vorlegen. Der Vorschlag beschreibt auch Rechtsmittel, Anhörungen und die endgültige Entscheidung über einen Antrag.
Marktanalyse
Die Vorschläge trennen zwei Regulierungsfragen: die laufenden Standards für beaufsichtigte Stablecoin-Aktivitäten und den Weg, über den eine beaufsichtigte Bank eine Genehmigung für die Ausgabe durch eine Tochtergesellschaft beantragen würde. Solange die Kommentierungsphase läuft, sollte keiner der beiden Vorschläge als endgültige betriebliche Anforderung behandelt werden.
Fed-Gouverneur Michael Barr unterstützt das Regelsetzungsvorhaben. Er erklärte jedoch, die Öffentlichkeit solle prüfen, ob der vorgeschlagene Rahmen Zins- und Fremdwährungsrisiken angemessen berücksichtigt und ob Rücktauschrechte klar geregelt sind. Das sind Barrs Ansichten zu den Vorschlägen, keine endgültigen Feststellungen des Boards.
Als Nächstes folgen die Veröffentlichung der Mitteilungen im Federal Register, die Kommentierungsphase und die Prüfung der Rückmeldungen durch das Board. Nach Angaben der Federal Reserve endet die Frist 60 Tage nach der Veröffentlichung im Federal Register; das genaue Kalenderdatum sollte der dortigen Veröffentlichung entnommen werden.
Quellen
- Mitteilung des Federal Reserve Board zu den Vorschlägen, 24. September 2026.
- Stellungnahme von Gouverneur Michael S. Barr zum vorgeschlagenen Rahmen, 24. September 2026.
- Reuters-Bericht, veröffentlicht bei MarketScreener, 24. September 2026.
Erstellt mit Unterstützung von KI auf Grundlage veröffentlichter Regulierungsunterlagen. Dieser Artikel dient ausschließlich der Nachrichtenberichterstattung und stellt keine Anlageberatung dar.
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